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Ich weiss es doch eigentlich …

14. Okt.
7 Min. Lesezeit


Bild mit midjourney erstellt
Bild mit midjourney erstellt

Was verändert sich, wenn du anfängst, dich selbst WIRKLICH kennenzulernen, statt weiter zu funktionieren, wie „man sollte“?


Es ist befreiend. Und es fühlt sich im Inneren unglaublich gut an, immer mehr zu verstehen, wer du eigentlich bist, wie du funktionierst und was du brauchst. Doch ich bin auch ganz ehrlich: Es ist nicht immer leicht. Vor allem dann nicht, wenn du jahrelang versucht hast, so zu funktionieren, wie „man“ das eben macht.


„Das war schon immer so.“ „Andere schaffen das doch auch.“ „Du musst dich halt ein bisschen zusammenreissen.“ Kennst du solche Sätze? Ich schon. Und irgendwann glaubst du vielleicht selbst, dass du einfach funktionieren solltest. Dass du all das schaffen solltest, was andere scheinbar auch schaffen. Und wenn es dich viel mehr Kraft kostet, als du denkst, dass es sollte, fragst du dich irgendwann: Warum bekomme ich das nicht hin? Was stimmt denn mit mir nicht?


Zu Hause im stillen Kämmerlein weiss ich heute wunderbar, was mir entspricht. 🩷 Doch dieses Wissen in einen Alltag zu integrieren, den ich schon jahrelang lebe und der teilweise gar nicht meiner Energie entspricht, ist eine ganz andere Sache.


Ich weiss es doch eigentlich …

Ich würde heute von mir behaupten, dass ich mittlerweile ziemlich viel über mich weiss. Ich weiss, wie ich ticke, wie ich funktioniere, was ich brauche, damit es mir gut geht, was mich Energie kostet und was meine Energie wieder richtig gut zum Fliessen bringt. Doch dieses Wissen auch wirklich in meinen Alltag zu bringen, ist eine Herausforderung. So vieles habe ich mir schon vorgenommen und auch angefangen. Doch oft konnte ich es nicht längerfristig umsetzen. Und ja, das frustriert. Vor allem, wenn ich doch eigentlich weiss, was mir guttun würde.


Irgendwann habe ich deshalb versucht, einige Strategien aus meiner eigenen Arbeit als Lernbegleiterin auf mich selbst anzuwenden. Denn auch beim Lernen funktioniert es selten besonders gut, wenn wir von heute auf morgen alles verändern wollen. Also: nur eine kleine Veränderung. Was tut mir gut? Was gibt mir Energie? Was brauche ich gerade? Und dann versuche ich, genau eine Sache davon bewusst in meinen Alltag einzubauen. So oft wie möglich. Vielleicht mit einem festen Zeitfenster oder indem ich sie an etwas anhänge, das sowieso schon Teil meines Alltags ist. Nicht fünf neue Dinge gleichzeitig. Nicht mein komplettes Leben umkrempeln. Eine Sache.


Manchmal reicht ein Blick aus dem Fenster

Bei mir ist das zum Beispiel etwas ganz Banales: Mir tut es unheimlich gut, aus dem Fenster zu schauen, in die Ferne, am liebsten zu den Bergen. Meinen Blick schweifen zu lassen und dabei frische Luft einzuatmen. Das beruhigt mich sehr. Für die Human-Design-Kenner unter euch: Bei den BTL-Codes entspricht meine Umgebung der Farbe 4 „Weite und Klarheit“, teilweise auch „Berge“ genannt. Ich habe schon früher gespürt, dass mir genau das guttut, konnte es aber nicht wirklich einordnen.


Heute weiss ich mehr darüber. Und dieses Wissen hat mein Bedürfnis nicht plötzlich erschaffen. Es hat mir vielmehr geholfen, es bewusster wahrzunehmen und auch ernst zu nehmen. Deshalb nutze ich es heute viel öfter in meinem Alltag. Nicht immer, natürlich. Gerade in stressigen Zeiten rutsche ich schnell wieder in alte Muster und darf mich dann selbst daran erinnern: Benita, du weisst doch eigentlich, was dir guttut.


Vielleicht ist genau das ein Teil davon, sich selbst wirklich kennenzulernen. Nicht plötzlich alles „richtig“ zu machen oder perfekt nach der eigenen Energie zu leben. Sondern immer wieder ein kleines Stück zu sich selbst zurückzukommen.


Und natürlich habe ich ziemlich schnell auf meine Familie geschaut …

Denn je mehr ich angefangen habe, mich selbst kennenzulernen, desto neugieriger wurde ich natürlich auch auf die Menschen um mich herum. Vor allem auf meine Kinder und meinen Mann. Was sind ihre Puzzle-Teile? Was brauchen sie? Wie funktionieren sie?


Wir haben zwei Jungs, die zwei Jahre Altersunterschied haben, im gleichen Monat und nur zehn Tage nacheinander Geburtstag feiern. Und trotzdem sind sie in ihrer Energie sehr unterschiedlich. Das habe ich als Mama schon sehr früh gemerkt. Die beiden sind einfach anders. Und das war auch nicht immer einfach für mich. Damals wusste ich noch nichts über Human Design, Astrologie oder Codes of Life. Ich sah einfach: Was beim einen funktioniert, muss beim anderen noch lange nicht funktionieren. Ich habe versucht, beide so gut wie möglich in ihrer Art sein zu lassen und sie dabei zu unterstützen.


Zu Hause ging das meistens ganz gut. Ausserhalb unseres Zuhauses war und ist es manchmal schwieriger. Denn dort treffen wir natürlich auf Erwartungen von aussen. Darauf, wie sich ein Kind verhalten „sollte“, was es können „sollte“ oder wie etwas eben gemacht wird. Kommt dir dieses „sollte“ bekannt vor?


Seit ich heute mein Wissen aus der Metaphysik habe, kann ich vieles, was ich bei meinen Kindern schon vorher wahrgenommen habe, sogar erklären. Und für mich als Mama ist das eine riesige Erleichterung. Ich kann meine Kinder dadurch an vielen Stellen besser verstehen. Nicht, weil mir eine Chart sagt, wer mein Kind ist. Und auch nicht, weil ich dadurch weiss, wie ich es „richtig“ erziehen, verändern oder sogar manipulieren kann. Ganz im Gegenteil.


Dieses Wissen gibt mir eine zusätzliche Perspektive. Es hilft mir, genauer hinzuschauen und manches nicht sofort zu bewerten. Manchmal entsteht daraus einfach dieses wunderbare: Ahhh. Jetzt verstehe ich.


Und genau das hat mich irgendwann dazu bewogen, dieses Wissen auch in meine Arbeit einfliessen zu lassen. Weil ich selbst erlebt habe, wie wertvoll und teilweise auch befreiend es sein kann, zu verstehen, was ein Kind braucht und wie es tickt. Nicht um es zu verändern, sondern um es anzunehmen und zu begleiten. Denn wie wertvoll ist es für ein Kind, wenn es sein darf, wie es ist? Und wenn die Erwachsenen um es herum vielleicht ein bisschen besser verstehen, was es braucht?


Vielleicht bin ich gar nicht falsch

Dieses „Ahhh. Jetzt verstehe ich.“ kenne ich nämlich nicht nur von meinen Kindern. Ich kenne es vor allem von mir selbst. Wenn ich schon früher gewusst und verstanden hätte, dass ich und meine Energie in manchen Bereichen anders funktionieren als bei vielen Menschen in meinem Umfeld, wäre mir einiges leichter gefallen. Ich hätte mich vielleicht nicht so oft gefragt, ob ich „falsch“ bin oder ob mit mir etwas nicht stimmt.


Vielleicht hätte ich mich weniger verurteilt. Vielleicht hätte ich nicht so oft gedacht, ich müsste mich einfach mehr anstrengen, besser organisieren oder zusammenreissen. Denn wenn dein Umfeld grösstenteils aus Menschen besteht, die ganz anders funktionieren als du, kann schnell der Eindruck entstehen, dass du diejenige bist, bei der etwas nicht stimmt. Heute weiss ich: Anders bedeutet nicht falsch. Und genau das möchte ich auch meinen Kindern mitgeben.


Ich bin Mama und natürlich möchte ich das Beste für meine Kinder. Doch was ich als „gut und richtig“ erachte, muss nicht zwingend auch für mein Kind das Richtige sein. Denn jeder von uns ist anders. Einzigartig. Und genau das ist gut so.


Um diese kleinen Teile der Einzigartigkeit zu entdecken, braucht es übrigens nicht zwingend eine Chart. Beobachte dein Kind. Frag nach. Hör wirklich zu. Ich war schon so oft erstaunt über die ehrlichen Antworten von Kindern, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu sagen, was ihnen hilft, was sie brauchen oder wie sie etwas erleben. Und wenn du noch neugieriger bist, können Human Design, Astrologie oder Codes of Life weitere Puzzle-Teile sichtbar machen. Für mich ersetzen diese Systeme niemals das genaue Hinschauen. Sie ergänzen es.


Und dann kommt da noch das echte Leben …

Denn jetzt könnte natürlich der Eindruck entstehen: Wenn ich erst einmal weiss, was ich brauche, richte ich einfach meinen ganzen Alltag danach aus und alles ist wunderbar.

Ähm … nein. 😂

Wir leben schliesslich nicht alleine auf einer einsamen Insel. Wir haben Familie, Arbeit, Termine, Verpflichtungen und andere Menschen um uns herum, die ebenfalls Bedürfnisse haben. Mein eigener grösster Pain ist dafür ein ziemlich banales Beispiel: unser Mittagessen.

Unter der Woche, von Montag bis Freitag, muss bei uns um 12 Uhr das Mittagessen auf dem Tisch stehen. Alle sind zu dieser Zeit zu Hause und haben Hunger. Und es ist meine Aufgabe, zu kochen. Ich selbst würde viel lieber erst dann essen, wenn ich Hunger habe. Egal, ob das um 12 Uhr, um 13 Uhr oder irgendwann dazwischen ist. Diese beiden Bedürfnisse passen im Moment schlicht nicht besonders gut zusammen.


Unter der Woche habe ich mich damit abgefunden, dass das momentan Teil meines Alltags ist. Aber ich habe angefangen zu schauen, wie ich es für mich trotzdem stimmiger gestalten kann. Beim Kochen höre ich entweder einen Podcast, denn ich liebe es, Neues zu entdecken und zu hören, oder ich mache meine Lieblings-Songs-Playlist an. Das verändert zwar nicht die Tatsache, dass ich um 12 Uhr Essen auf den Tisch stelle, aber es verändert etwas daran, wie sich diese Zeit für mich anfühlt. Und nach dem Essen und dem Aufräumen der Küche lege ich mich meistens für 15 bis 20 Minuten auf die Couch. Diese Pause tut mir unglaublich gut.

Am Wochenende bin ich dann raus. 😉 Samstags koche ich, wenn ich Hunger habe. Wer mitessen möchte, darf sehr gerne mitessen. Wer keinen Hunger hat, kann es sich später warm machen. Und sonntags kocht mein Mann.


Auch so kann ein Alltag aussehen. Es muss nicht immer die grosse Veränderung sein. Manchmal können wir die Rahmenbedingungen nicht einfach ändern. Aber vielleicht können wir innerhalb dieser Rahmenbedingungen kleine Dinge verändern, damit unser Alltag ein Stück mehr zu uns passt.


Eine Sache. Nicht alles.

Und damit schliesst sich für mich der Kreis wieder.

Sich selbst kennenzulernen bedeutet nicht, dass du von heute auf morgen dein gesamtes Leben verändern musst. Und es bedeutet schon gar nicht, dass ab sofort alles immer wunderbar funktioniert. Es wird schlechte Tage geben. Tage, an denen du wieder in alte Muster rutschst. Tage, an denen das, was du dir vorgenommen hast, überhaupt nicht funktioniert. Und manchmal lassen die Umstände etwas schlicht nicht zu.


Dann mach einen Haken an diesen Tag und fang morgen wieder an. Nimm dir eine Erkenntnis. Eine Sache, von der du inzwischen weisst: Das tut mir gut. Das brauche ich. Das entspricht mir. Und dann schau, wie du davon ein kleines bisschen mehr in deinen Alltag bringen kannst.

Nicht alles. Eine Sache.


Vielleicht beginnt dein Weg zu dir selbst genau dort. Nicht damit, dein Leben perfekt nach irgendeinem System auszurichten, sondern damit, dich selbst immer besser kennenzulernen und dir ein kleines bisschen öfter zu glauben, wenn du spürst:

So ist es für mich stimmig.



Neugierig auf deine eigenen Puzzle-Teile?

Vielleicht hast du dich beim Lesen an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt und möchtest dich selbst oder dein Kind noch besser verstehen. Mit meinen Lerncodes schauen wir gemeinsam auf eure individuellen Besonderheiten, Stärken und Bedürfnisse und darauf, was das für euren Alltag bedeuten kann.


Im Oktober biete ich dazu fünf Plätze für mein Special „Ausgewählte Lerncodes“ an. Wir nehmen eine konkrete Frage oder Herausforderung von dir als Ausgangspunkt.

Wenn dich das anspricht, melde dich gerne bei mir. Ich erzähle dir mehr darüber. 🩷

 

 
 
 

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