Hausaufgaben direkt nach der Schule? Hat bei uns nie funktioniert…
- Benita Hasler

- 8. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Mai

Wenn es einfach nicht passt…
Lass uns direkt starten… Ich weiss nicht, wie oft ich diesen Satz zu meinem Kind gesagt habe: „Mach doch jetzt einfach deine Hausaufgaben, dann hast du es hinter dir.“ Klingt logisch, oder? Und trotzdem sass ich immer wieder da und dachte: Warum funktioniert das bei uns einfach nicht?
Mein Sohn kam nach der Schule nach Hause und war völlig k.o. Alles in ihm war leer. Nicht faul, nicht unmotiviert – einfach leer. Kennst du das, wenn du merkst, da geht gerade nichts mehr rein? Genau so war es. Und trotzdem war da diese Stimme im Hintergrund, diese leise, aber ziemlich hartnäckige Stimme: „Man macht das halt so.“ Man. Schon wieder dieser „man“. Wer ist eigentlich dieser „man“? Und warum sagt er uns, was wir zu tun haben? Doch das soll heute nicht das Thema sein. Zurück zu der Hausaufgabensituation.
Wir haben es versucht – und es hat nicht funktioniert
Also haben wir es versucht. Immer wieder. Hinsetzen, Hausaufgaben machen, durchziehen. Spoiler: Es wurde weder besser noch leichter, eher das Gegenteil. Die Hausaufgaben, die eigentlich vielleicht 20 Minuten gebraucht hätten, haben sich in die Länge gezogen – mit Diskussionen, Frust und immer wieder Pausen, die keine echten Pausen waren. Bis ich irgendwann aufgehört habe, ihn zu „motivieren“ und gedacht habe: Ok, lassen wir es sein und schauen, wann er bereit ist, seine Hausaufgaben zu machen.
Der Moment, in dem sich alles verändert hat ...
Und da ist mir etwas aufgefallen. Seine Energie kam nicht dann, wenn ich dachte, dass sie kommen sollte. Sie kam später. Viel später. Am Abend. Manchmal sogar erst dann, wenn draussen schon alles ruhig war. Und plötzlich sass er da und hat einfach gemacht. Dinge, die am Nachmittag ein Kampf waren, gingen auf einmal leicht von der Hand. Und ich sass daneben und dachte: Aha. Es lag nie daran, dass er nicht wollte. Es lag daran, dass wir zur falschen Zeit etwas von ihm verlangt haben.
Und wenn ich ehrlich bin, ist es bei mir nicht anders – nur zeigt es sich anders. Ich funktioniere nicht in kompletter Stille. Im Gegenteil. Ich brauche Geräusche, Musik, Leben um mich herum. Dieses „es läuft etwas“. Und auch da habe ich lange geglaubt, dass das falsch ist, weil man sich ja eigentlich besser konzentrieren kann, wenn es ruhig ist. (Schon wieder dieser „man“.) Tja… eigentlich. Was, wenn dieses „eigentlich“ einfach nicht für alle gilt? Was, wenn Lernen gar nicht daran scheitert, dass Kinder nicht wollen, sondern daran, dass wir ihnen die falschen Bedingungen geben?
Was wirklich hinter dem Lernen steckt
Denn genau darum geht es beim Thema Energie-Aufnahme. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, Energie aufzunehmen. Und wenn das nicht zusammenpasst, wird Lernen plötzlich anstrengend. Ohne Fokus wird Lernen schnell mühsam.
Manche Kinder brauchen klare Abläufe, damit sie überhaupt starten können. Andere müssen zuerst ausprobieren, sich bewegen oder Dinge verändern, bevor etwas hängen bleibt. Wieder andere reagieren extrem auf Geräusche – die einen brauchen sie, die anderen können sich damit kaum konzentrieren. Und ja, dann gibt es auch noch die, die einfach nicht für den Nachmittag gemacht sind, sondern für den Abend.
Und plötzlich ergibt so vieles Sinn. Plötzlich ist dein Kind nicht mehr langsam, sondern einfach noch nicht in seiner Energie. Plötzlich ist es nicht mehr unkonzentriert, sondern vielleicht einfach in der falschen Umgebung. Plötzlich ist es nicht mehr unmotiviert, sondern schlicht noch nicht bereit. Und das ist ein riesiger Unterschied.
Was sich dadurch verändern kann
Denn in dem Moment, in dem du das erkennst, verändert sich etwas. Nicht nur beim Kind, auch bei dir. Der Druck wird weniger, das ständige „Wir müssen jetzt…“ wird leiser und stattdessen entsteht etwas Neues: Verstehen. Und daraus entsteht oft etwas, das sich viele wünschen, aber selten so erleben: Leichtigkeit. Nicht, weil plötzlich alles perfekt ist, sondern weil es endlich passt.
Und was wäre, wenn…
Was wäre also, wenn wir aufhören, Kinder in fixe Abläufe zu pressen und anfangen zu schauen, wie ihre Energie wirklich funktioniert? Was wäre, wenn dein Kind gar nicht mehr kämpfen muss, sondern einfach zur richtigen Zeit, im richtigen Setting lernen darf?
Dein nächster Schritt
Vielleicht spürst du beim Lesen gerade, dass da noch mehr dahinter steckt. Mehr als nur die Frage, wann dein Kind seine Hausaufgaben macht. Mehr als nur „die richtige Methode“. Denn Energie ist nur ein Teil des Ganzen. Und genau daraus ist etwas Neues entstanden. Ein Reading, in dem wir nicht nur auf die Energie-Aufnahme schauen, sondern darauf, wie dein Kind lernt, was es wirklich braucht und weshalb manches bisher einfach nicht funktioniert hat. Und plötzlich wird vieles klar. Nicht kompliziert, sondern greifbar.
Ich nenne es „Die Lern-Codes deines Kindes – verstehen, was wirklich hilft“. Ein Raum, in dem du aufhörst zu raten und beginnst zu verstehen – so greifbar, dass du es direkt im Alltag umsetzen kannst. Hier erhältst du mehr Infos dazu.
Und weil ich bald Geburtstag habe 🎉, gibt es dazu ein kleines Geschenk: Wenn du zwischen dem 09.04. und 24.04.2026 buchst, erhältst du das Reading zum Spezialpreis von CHF 166.– statt CHF 222.–. Der Termin kann ganz entspannt auch später stattfinden. Hier kannst du direkt buchen.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, nicht mehr zu fragen „Warum klappt es nicht?“, sondern zu verstehen, was dein Kind wirklich braucht.
Denn dein Kind ist nicht zu viel, nicht zu wenig und ganz sicher nicht falsch. Es ist einfach anders. Und genau da beginnt die Magie. 💫



Kommentare